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Werkstatt Solidarität Essen gGmbH

Werkstatt Solidarität Essen gGmbH

Die Werkstatt Solidarität Essen gGmbh ist ein anerkannter Träger der Jugendhilfe. Sie ist im Rahmen stationärer und ambulanter Erziehungshilfe durch Straßenbetreuung, intensiv betreutes Einzelwohnen und Nachbetreuung und im Bereich des Landschaftsverbandes Rheinland tätig.

Bei der Werkstatt Solidarität Essen gGmbH sind insgesamt 60 pädagogische Mitarbeiter mit unterschiedlichen Qualifikationen beschäftigt. 

Straßensozialarbeit

Ein neues Angebot der Werkstatt Solidarität Essen gGmbH ist die sog. Straßenbetreuung nach §35 SGB VIII. Diese einzelfallorientierte Straßensozialarbeit ist eine offensive Form der Jugendhilfe und gedacht für Jugendliche, die sich tatsächlich weder in einer Einrichtung, noch bei den Eltern aufhalten. Die Betreuungen richten sich nach dem jeweiligen tatsächlichen Aufenthalt des Jugendlichen und sind somit nicht auf das Stadtgebiet Essen beschränkt. Des Weiteren sind im Rahmen einer Straßenbetreuung eine rudimentäre Grundversorgung, ein erweitertes individuelles Freizeitprogramm und eine hygienische Grundsicherung vorgesehen, welche unter anderem in den Räumlichkeiten der Einrichtung stattfinden kann. Die Kontakte richten sich nach der Lebens- und Bedürfnissituation des Jugendlichen.

Kontaktaufnahme

Da der Kontakt zu den Jugendlichen auf der Straße stattfindet, haben die Jugendlichen von sich aus die Möglichkeit den Rahmen zu gestalten. Der Beziehungsaufbau ist freiwillig und „forderungslos“. Dieses ermöglicht aber auch den Kontakt zu jungen Menschen aufzubauen, die sich selber schon aufgegeben haben, bzw. extrem misstrauisch gegenüber allen Angeboten der Welt der Erwachsenen eingestellt sind.
In dem Rahmen der Grundversorgung erhalten die Jugendlichen Nahrungsmittel, Hygienebedarf und ein kleines Taschengeld. Diese Leistungen werden nicht mit Forderungen verbunden, sondern dienen ausschließlich der Grundsicherung.
Wenn notwendig und möglich kann den Jugendlichen ein Schlafplatz vermittelt oder ein Hotelzimmer angemietet werden.

Zukunftsperpektiven

Neben der Grundsicherung ist Ziel dieser Form der Hilfe, Perspektiven jenseits der Straßensozialisation zu entwickeln und entsprechende weiterführende Hilfen einzuleiten. Häufig erfolgt die Überleitung ins „Intensiv betreute Wohnen“.
Bei einer alternativen Unterbringung, wie zum Beispiel in einem Hotelzimmer, sind diese Kosten gesondert zu berechnen. Ein erhöhter Stundensatz würde die Betreuungsintensität, aber auch die Versorgungsqualität entsprechend steigern.
Intensität und Dauer der Hilfe bestimmt der Hilfeplan gem. §36 SGB VIII. Die Abrechnung erfolgt nach der derzeit gültigen Fachleistungsstunde „Straße“.

Intensiv betreutes Wohnen

Wohnungen

Der größte Teil der von der Werkstatt Solidarität Essen gGmbH betreuten Jugendlichen ist im betreuten Wohnen untergebracht. Die Wohnungen entsprechen den Mietvorgaben der zuständigen JobCenter. Unsere Einrichtung mietet die unterschiedlichen Wohnungen an, in der die einzelnen Jugendlichen in die Selbstständigkeit begleitet werden. Mit der VoWohunglljährigkeit wird der Mietvertrag auf den jeweiligen Jugendlichen übergehen. Meistens erfolgt bei diesem Schritt auch die Überleitung an das JobCenter und an die Agentur für Arbeit. Die Wohnungen sind bis dahin die Grundlage einer stationären Unterbringung und bilden den Mittelpunkt der Betreuung.

Unsere Jugendlichen

Die Jugendlichen, welche die Werkstatt Solidarität Essen gGbmH in den Wohnungen intensiv betreut, haben oft schon eine lange “Karriere“ in anderen stationären Jugendhilfeeinrichtungen hinter sich. Viele unserer in den Wohnungen betreuten Jugendliche haben vorher schon negative Erfahrungen gesammelt und Ablehnung erfahren.
Jugendliche, die zur Werkstatt Solidarität Essen gGmbH kommen, sind daher am Anfang meist voller Fragen, Wünsche, Ängste, Hoffnungen und Misstrauen. (z.B.: Ist der Betreuer die ganze Zeit in der Wohnung? Was darf ich in der Wohnung? Dürfen Freunde mich besuchen?…. ). Aufgrund positiver Beziehungsarbeit mit dem jeweiligen Jugendlichen werden diese Befürchtungen von ihnen abgebaut.

Zusammenarbeit

Betreuer unterstützen die Jugendlichen parteilich sich in ihrem Leben zurecht zu finden. Die Jugendlichen werden im Alltagsleben und in anderen wichtigen Angelegenheiten stets begleitet. Drogenkonsum, Prostitution, Schulverweigerung oder kriminelles Verhalten bilden kein Ausschlusskriterium. Ein Betreuungsvertrag regelt die grundlegenden Rahmenbedingungen (z.B. keine Gewalt gegenüber dem Betreuer, kein Waffenbesitz, Zuhälter und Drogendealer haben keinen Zutritt in die Wohnungen). Dieser Rahmen lässt daher noch viel Raum für die individuelle Gestaltung der Räumlichkeiten und der Zusammenarbeit zwischen dem Jugendlichen und seinem Betreuer. Ein kontinuierliches Beziehungsangebot kann so entstehen.

Ziele

Die Ziele, die man anstrebt, werden immer gemeinsam entwickelt. Neben den konkreten Zielen füllt der „gelebte Alltag“ den größten Teil der Arbeit aus. Einrichten der Wohnung, Geldeinteilung und Einkaufen, gemeinsame Freizeitgestaltung, Anwalts- oder Arzttermine wahrnehmen – die Aufgaben hier sind mannigfaltig. Genau hierbei entsteht viel Gelegenheit zur Zusammenarbeit, bei der der Jugendliche erleben kann, dass es um sein Leben geht und der Betreuer primär eine unterstützende Hilfe ist. Desto älter der Jugendliche ist, desto mehr Verantwortung übernimmt er im Rahmen der Zusammenarbeit.

Unterstütze die Werkstatt Solidarität Essen gGmbH jetzt mit Deiner Stimme, indem Du anderen von diesem sozialen Projekt erzählst, oder mit Deiner Spende.

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